NEU Holle A2 Milchen

Holle-A2-Bio-Milchnahrung

Herkunft: Heutzutage enthält reguläre Kuhmilch zwei Haupttypen von beta-Casein-Proteinen, nämlich A1- und A2-Protein. A2 Milch ist die Urform der Milch, d.h. ursprünglich waren alle Kühe A2-Kühe. Im Laufe der Zeit gaben die ersten Milchkühe infolge von Mutation A1-beta-Casein. Untersuchungen zufolge beträgt der Anteil reiner A2-Kühe heute nur noch 30 %.

Unsere Holle-A2-Bio-Milch: Wir verwenden A2-Milch aus biologischer Landwirtschaft für unsere Holle-A2-Bio-Milchnahrungen. Sie stammt von speziell ausgewählten Kühen, die auf natürliche Weise nur den A2-Proteintyp und kein A1 erzeugen. Die A2-Kühe werden in einem strengen DNA-Test spezifisch ausgewählt.

Warum gibt es bei Holle eine A2-Milchnahrung?

Kuhmilch besteht überwiegend aus Eiweissen, Fetten, Milchzucker und Wasser. Eine Säuglingsmilchnahrung wird zusätzlich mit den gesetzlich geforderten Vitaminen, Mineralstoffen und Fetten angereichert, die Babys und Kleinkinder für ihre Entwicklung brauchen. Holle verfolgt hierbei seit jeher den eigenen Ansatz, jegliche Milchrezeptur so pur wie möglich zu halten. Hierbei ergänzt daher nun die Holle-A2-Säuglingsmilchnahrung im Sortiment ideal unsere Philosophie. Holle-A2-Milchen basieren auf einer gänzlich ursprünglichen Milch von nachweislich reinen A2-Kuhherden.

Ist Demeter-Milch zugleich A2-Milch?

Nein, nicht zwingend. Demeter bedeutet, dass der strengste Standard im ökologischen Landbau zur Anwendung kommt. Es gibt bei Demeter zwar feste Vorgaben zur wesensgerechten Haltung der Kühe, jedoch nicht zur Auswahl der Kuhrasse. Bestimmte Kuhrassen wie etwa Fleck- und Braunvieh sind für ihren hohen A2-Anteil in der Milch bekannt. Jedoch gibt es bei jeder Rasse Kühe, die einem reinen A1-, einem reinen A2- oder einem A1/A2-Misch-Genotyp entsprechen. In vielen ursprünglichen Kuhrassen so wie auch in Schafs-, Büffel-, Ziegen oder menschlicher Muttermilch kommt ausschliesslich A2-beta-Casein vor. In der Auswahl unserer Lieferanten und Bauern für unsere A2-Milchnahrung tragen wir dafür Sorge, dass nur A2-Kühe für uns Milch geben.

Was ist der Unterschied zwischen A1 und A2?

Forscher nehmen an, dass vor der Domestizierung der Kühe nur die A2-beta-Casein Variante in der Kuhmilch vorhanden war. Das A2 ist somit das ursprüngliche beta-Casein; die Variante A1 entsprang aus dieser durch den Austausch der Aminosäure Prolin gegen Histidin. Heute existieren in der A1-Kuhmilch insgesamt fünf Caseine, unter anderem das alpha-S1-Casein, dass neben dem Molkenprotein beta-Lactoglobulin in seltenen Fällen auch für eine Eiweissallergie verantwortlich ist. Rund ein Drittel der Eiweisse in der Kuhmilch zählen zu den beta-Caseinen. Unter den 15 verschiedenen beta-Casein-Varianten sind A1- und A2-beta-Casein die häufigsten. A1- und A2-beta-Casein werden unterschiedlich während der Verdauung gespalten. Dabei wird A2-beta-Casein nicht so leicht wie A1-beta-Casein durch Enzyme aufgespalten. Durch diese Eigenschaft von A1-beta-Casein werden relevante Mengen von BCM-7 frei, einem bioaktiven Eiweissbruchstück.

Was hat BCM-7 für Auswirkungen?

Hierzu gibt es noch keine anerkannte wissenschaftliche Beurteilung. BCM-7 werden in der Wissenschaft verschiedene positive aber auch negative Eigenschaften zugeschrieben, die aber abschliessend in Studien derzeit noch nicht bestätigt werden können. Am ehesten gibt es nach systematischer wissenschaftlicher Auswertung erste Hinweise darauf, dass bei manchen Kindern A2-Milchen besser magen-darm-verträglich sind, als A1-Milchen. Insgesamt bedarf es jedoch weiterer wissenschaftlicher Studien, um solche praktischen Erfahrungswerte zu stützen. Betont werden muss zudem: A2-Milchnahrung ist kein Ersatz für Kinder mit diagnostizierter Kuhmilcheiweissallergie.

Wann empfiehlt sich eine Holle-A2-Milchnahrung?

Wenn nicht gestillt werden kann oder Bedarf zum Zufüttern besteht, kann alternativ zur bisherigen Holle-Kuhmilchnahrung eine Holle-A2-Säuglingsmilchnahrung gegeben werden, die nur aus Milch von A2-Kühen hergestellt wird. Da Kuh- und Ziegenmilch sich geschmacklich unterscheiden und vor allem aus diesem Grund ein Wechsel zur Holle-Ziegenmilchnahrung nicht erwünscht ist, bietet Holle mit der A2-Milch-Range nun eine Alternative auf Kuhmilchbasis, die insbesondere von empfindlichen Babys und Kindern gut vertragen werden kann. Eine Laktoseintoleranz tritt in den ersten zwei Lebensjahren so gut wie nie auf. Eine vermeintlich bessere Verträglichkeit von A2-Milch ist nicht auf den Laktosegehalt zurückzuführen, da dieser vergleichbar ist zu einer A1-Milch.